• Christoph Tschaar

Beuys don't cry

Aktualisiert: 8. Sept.

Ja ja ja, ne ne ne. Ja ja ja, ne ne ne! Ja ja ja, ne ne ne? ...

Das war meine erste bewusste Begegnung mit Joseph Beuys im Deutschlandradio.

Lächerlich scheint oft der erste Eindruck von den Kunstwerken Beuys'. Egal ob mit seinem Schlittenrudel, der Honigpumpe oder der Fettecke, keiner hat die Kunst so ad absurdum geführt und gleichzeitig so erweitert wie dieser Künstler.


Deshalb nun eine Hommage an Joseph Beuys mit meinen Mitteln. Schließlich ist jeder ein Künstler, der etwas macht, was er gut kann.


Los geht's mit einem alten SABA Röhrenradio vom Sammler aus dem Nachbardorf. Ein bisschen schwer fiel mir das "Schlachten" schon.



Zumal die alten Radios richtig gut klingen. Sicherlich nicht mit schnurgeradem Frequenzgang, dafür aber mit einem warmen Röhren- und Breitbandklang. Und das für wenig Geld und seit fast 70 Jahren funktionstüchtig.


Zum "Inneren" des SABAs, was übrigens für Schwarzwälder Apparate-Bau-Anstalt August Schwer Söhne GmbH stand, gesellt sich der alte, dreckige Malerstuhl. Am Ende wird daraus die wohl bestklingendste Fettecke der Welt.




Bis es soweit ist braucht's noch ein wenig chaotischen Konstruktivismus. Dieser Spagat zwischen Handwerk und Kunst ist alles andere als leicht - macht aber höllischen Spaß!


Das vorgesehene Tannenholz war für dieses Projekt eindeutig zu langweilig. Jetzt sollte die Eisbuche mal zeigen was sie kann. Beim Aufschneiden kommt die sehr unterschiedliche Struktur zum Vorschein.



Mal wild zusammen gefügt, mal etwas geordnet nach Erscheinung.


Nach vielerlei Überlegungen wo und wie ich den SABA-Verstärker in das "Fettdreieck" integriere, schaut einfach alles an der Seite raus was zu groß ist. Wie gesagt hier gehts mal nicht um Ästhetik.



Zwecks Ansteuerung habe ich noch einen günstigen Bluetooth-Lautsprecher integriert. Dieser gibt sein Signal an die Röhrenendstufe, sodass man via Handy Musik hören kann. Die Klangregelung des SABAs bleibt.



Was jetzt rausschaut soll so sein! Manche nennen sowas Kunst. Für mich war's einfach mal ein handwerkliches "Abspacken" jenseits von Maßgenauigkeit.


Ja ja ja, ne ne ne. Ja ja ja, ne ne ne! Ja ja ja, ne ne ne?

EINFACH MACHEN!