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HighEmotion Wien

Nein, ich war noch nie in Wien. Umso gespannter war ich auf die vielen Kontakte, die sich entlang der diesjährigen HiFi-Ausstellung ergeben hatten.



Zunächst stand der längst überfällige Besuch bei Christian Tonne in Bad Reichenhall auf dem Programm. Ich bin nicht nur von Christians Fähigkeiten, Horntreiber und Lautsprecher zu bauen, äußerst angetan, sondern wollte vor allem unbedingt einmal seine Werkstatt sehen.


Es ist unglaublich, wie er mit Lamar Audio Schallwandler auf allerhöchstem Niveau baut. Aber auch die ganze Familie hat mich herzlich empfangen, und es war ein wunderschöner Abend.


Wer sich mit ernsthafter Musikwiedergabe beschäftigt, hat natürlich auch eine kleine Sammlung hervorragender Geräte. Einfach nur wundervoll.



Nach einem kleinen Morgenspaziergang durch Bad Reichenhall habe ich mich auf den Weg nach Wien gemacht. Besonders beeindruckt hat mich die Saline mit ihrem Pumpwerk.



Auf der Highend angekommen, habe ich alle Bekannten getroffen.



Diese Paragon hat tatsächlich gespielt. Außer HiFi kann man exakt mit diesen Hörnern und Tieftönern auch Clubsysteme bauen.


Das Highlight jeder HighEnd ist die Vorführung von Silbertone mit viel Seekiefer und ganz altem Material.



Es ist irgendwie bizar, altes Ami-Zeug von Korea einzufliegen. In Europa gab es von Klangfilm und Co. mindestens ebenso große und spannende Lautsprecher. Dieses Erbe muss dringend kultiviert werden – ich arbeite dran!


Aber auch Heiners Vorführung seiner Hörner war wieder beeindruckend. Und überhaupt waren überall Bekannte vom ETF.



Auch wenn er beim letzten ETF nicht dabei war, hatte Devon aus meiner Sicht das stimmigste Gesamtkunstwerk aufgestellt.



Alles ist so stilvoll in hellem Grau gehalten. Die Musik war durchweg exquisit, und ich finde, mehr kann man klanglich aus dem Chassis-Material von Klipsch nun wirklich nicht herausholen.


Als Fan alter Hornlinsen und nach dem Besuch bei Markus Klug im letzten Jahr musste ich mir das vermeintliche Multizellen-Horn von OJAS ganz genau betrachten. Es ist aber keines, sondern ein Multi-Direktional-Horn. Das heißt, es hat keine Fischchen im Inneren, sondern nur Stege. Trotzdem funktioniert es hervorragend und ist natürlich viel einfacher zu fertigen.


Der Hauptgrund, nach Wien zu fahren, war die Vorführung der Poincaré 36.



Und ich muss sagen, wir haben wirklich unser Bestes gegeben. Die Gastgeberfamilien haben ein fantastisches Mahl gezaubert und wir hatten eine tolle Zeit zusammen.


Trotz aller Perfektion konnten die Lautsprecher nicht vollends überzeugen. Lag es vielleicht am riesigen Loft? Auf jeden Fall werden wir konstruktiv weitermachen und haben schon Pläne, das System zu verbessern.


Diese Neuheit von SB Audience wird auf jeden Fall ein Teil davon sein.



Ansonsten habe ich versucht, die Stadt Wien zu genießen. Das war aufgrund der vielen Touristen jedoch unmöglich.



Und überhaupt hat diese Stadt gegen die Gastfreundschaft der Familie, bei der ich nächtigen und vorführen durfte, nicht den Hauch einer Chance.



Diese vier Tage waren sehr emotional. Sie waren lehrreich, beeindruckend, enttäuschend und liebevoll. Vielen Dank an alle, die gekommen sind und dies möglich gemacht haben! Egal, ob es um das Schleppen von 80 kg schweren Hörnern oder das Zubereiten einer hervorragenden Eierspeise ging.



Auf der langen Rückreise habe ich noch einen Monitor#Eins repariert und einen defekten Tiefmitteltöner ausgetauscht und natürlich schon das nächste Projekt geplant.

 
 
 

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