Baffle compesé
Nehmen wir mal an, es Gäbe keine Hörner oder jemand mag sie aus unerfindlichen Gründen nicht leiden. dann ist das hier so ziemlich das Beste an Lautsprecher, was man sich in den Wohnraum stellen kann.

Das Konzept, Die Ideen und auch das Material Kam als relativ offenes Projekt Durch den Kunden zu mir. Dreh- und Angelpunkt ist die Riesenkalotte M142T-6 von Bliesma, Doch dazu später mehr.
Nach der Grobkonzeption ging es mit Massivholz los. Europäischer Nussbaum ist immer ein Guter Startpunkt.
Dauraus werden lediglich die Schallwände für Mittel- und Tieftöner gefertigt. Natürlich soll die Maserung von oben nach unten durchlaufen, wie auch schon im absoluten Referenz-Projekt.
Der Tieftöner ist hier ein Ganz besonerer. Der 285 GMF von Supravox kann wunderbar Mittelton und ist nicht nur bei einem Renomierten Vinyl-Youtuber im Einsatz, sondern wird auch von Christian Tonne Alias Lamar sehr geschätzt. Dennoch beackert er hier nur den Tiefton und kommt im Namensgeber, dem Baffle Compensé-Gehäuse, zum Einsatz. Dort wird er einfach von hinten gegen die Schallwand gesetzt.
Das Einpassen des Mitteltöners war um einiges Kniffliger.
Dieser Mitteltöner ist nicht nur unsagbar teuer, sondern auch technisch absolut auf der Höhe der Zeit. Nur die Befestigung ist nach dem Accuton-Cell-Design das grauenvollste am Markt. Wie bei Modernen Autos auch vergessen die Herrn Ingenieure, dass jemand sowas auch mal einbauen oder reparieren will.
Ganz oben steht ein Dinosaurier der Lautsprechertechnik. Der ESS-Air-Motion-Transformer beackert die Höchsten Höhen als Dipol.
Was uns fehlte, war eine vernünftige Frequenzweiche. Was für ein Glück, dass Olli Gerade aus Bremen zu besuch war, um unseren alten LehrerPanzer wieder Tüv-Fähig zu machen.
Während Tessa in den Spänen lag, haben wir den Lautsprecher um 180 - Weil Dipol- Vermessen.
Und Olli wäre nicht Olli, wenn da nicht was Vernünftiges bei Rausgekommen wäre. Der Kerle bekommt nicht nur über 30 Jahre festkorrodierte Krümmer Los, oder 50 Jahre alte Club-Sound-Systeme eingestellt. Tatsächlich kommt die Frequenzweiche gänzlich ohne Widerstände aus, was Natürlich auch für die Auswahl der Chassis spricht.
Jetzt muss das Ganze eigentlich nur noch schön gemacht werden. Doch zuvor ein Probehören mit dem zukünftigen Besistzer.

Das ist wirklich unfassbar schnell und Dynamisch. Ollis ABstimmung hat uns sofort überzeut!
In die Mittel- Und Tieftongehäuse kommt neben Dezidierter Dämmung noch Aluminium-Schaum.
Und ja, es passt ganz exakt, Herr Ingenieur!
Die Tieftonschallwand wurde noch Ihrer Scharfen kanten beraubt und mittels Schilderbefestigung auf einen Variablen Abstand gebracht.
Die Letzte Herauforderung war die Frequenzweiche. Wir wollten im Technischen Design bleiben und nicht zuletzt die Weiche für ein Bi-Amping zugänglich lassen. Also die guten Bauteile aufs Köpfchen und die schlechten bzw. weniger schönen ins Kröpfchen, also unten drunter.
An sowas sitzt man schon einmal eineinhalb tage bis es fertig ist. Aber so ist alles gut Zugänglich, Flexibel und trotzdem elegant, finde ich.

Dann noch einmal Probehören und ab damit zum Kunden und aufstellen..

Eine Lustige Situation war, dass sowohl mein einjähriger Sohn als auch ich mich im gleich Moment erschreckt haben, als ich die Nadel auf die Platte abgesenkt hatte. Dieser Lautsprecher hat eine derartige attacke bei gleichzeitiger entspanntheit, welche wir beide so noch nicht kannten.
Beim Kunden war das Aufstellen etwas knifflig. Das hatte mehr mit dem Bass zu tun. Und so haben wir noch an der Distanz der Tiefton-Schallwand Justiert bis es passte.
Ein wirklich herausragendes Projekt, für das ich mich ganz herzlich beim Kunden bedanke.
Einen Lautsprecher in dieser Klasse habe ich auf der ganzen Highend nicht gefunden. Der Grund wird im Sündteuren Material und nicht zuletzt der Kompromisslos funktionellen umsetzung geschulded sein.
Sowas sollte man ins Programm aufnehmen und ich bin Dran!





Kommentare