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Richtig gutes Zeug 2

Das richtig gute Zeug spielt richtig gutes Zeug auch richtig gut ab. Damit die neue Deichkind-Schallplatte nicht nur akustisch, sondern auch optisch etwas her macht, mussten die Hochtongehäuse endlich mal fertig gebaut werden.



Um was genau geht es hier? Focal 10C01 im Onkengehäuse mit Visaton FSR 5X im PrintYourBeat-Waveguide. Richtig gutes Zeug halt und im ersten Artikel ausführlich beschrieben.


Im Nachhinein bin ich richtig froh den Focal im Sommer auf Hifishark gefunden zu haben, denn seitdem ist er nirgends auf der Welt mehr aufgetaucht.

Zunächst einmal habe ich diese Chassis-Rarität versteckt. Zum Einen ist der Focal keine Schönheit und zum Anderen sehen meine Exemplare auch noch unterschiedlich aus.



Dazu ist eine 12mm Multiplexplatte zu einem Hauch von Nichts verarbeitet worden.



Ein 8 Millimeter Rand reicht tatsächlich, um einerseits die Tackernadeln aufzunehmen und andererseits auf Spannung sitzend den Rahmen auf dem Chassis-Rand zu halten.


Als improvisierte Lackierkammer musste der Bennholzstapel im Keller herhalten.



In Schwarz schimmert dann nichts mehr durch den Stoff und der Tieftöner ist gut kaschiert.



Etwas umfangreicher hat sich der Aufbau der Hochton-Gehäuse gestaltet. Hier kamen viele Dinge zusammen. Die Kammer muss den Hochtöner samt Waveguide festhalten und dem Chassis ein wenig Luft hintenrum lassen, schließlich ist es ja eigentlich ein Breitbänder. Dann möchte ich gerne das Ganze positionieren, also drehen und verschieben können, um später auch mechanisch die Schallabstrahlung justieren zu können. Die Frequenzweiche sollte ebenfalls Platz finden. So kann ich später einfacher Änderungen vornehmen. Und zuletzt musste es optisch passen.


Los geht es wie so oft mit einer Kiste, besser gesagt einer Vierkantröhre aus Multiplex.



Der Versace Stoff von Etsy darf natürlich nicht fehlen. Auch so etwas von den Richtig guten Zeug, dass nicht mehr zu bekommen ist.

Doppelseitiges Klebeband hält den Stoff am Ausschnitt Waveguides.



Der Visaton FRS 5 X ist sehr schwer zu befestigen. Mit dem ausgetüftelten Horntrichter von PrintYourBeat geht das schon besser und mit den tollen alten Schrauben des Volvos ist es dann perfekt.



Mit der Hand lässt sich die Hochtoneinheit sehr schnell und trotzdem präzise verspannen. Soweit hat alles gut funktioniert. Jedoch beim Aufstellen der Gehäuse war die Zufriedenheit dahin.



Das gewollt markante Format passt optisch nicht zum Rest des Lautsprechers. Also noch einmal ran und ändern.



Kürzer, das Muster anders herum und sowohl oben als auch unten eine Platte aus Eisbuche. So kann ich damit leben.


Aber nun zur eigentlichen Herausforderung - die Befestigung der Gehäuse. Als Lösung sind mir die Speakon Stecker von Neutrik eingefallen, welche zwei Dinge können. Zum Einen vier Pole verbinden und zum Anderen dank des Bajonettverschlusses auf Zug halten.


Der Weg des Stromes verläuft dann über Bananenbuchsen in den Tieftongehäusen, durch jene hindurch zur Speakon-Buchse im gleichen Gehäuse direkt unter den Hochtonkammern. Dort in den Speakon-Stecker zur Frequenzweiche. Nach der Filterung bleibt ein Strang oben und ist mit dem Hochtöner verbunden und ein Strang wandert durch den Speakon zurück ins Gehäuse zum Tieftöner.


Dazu bedarf es einiges an Kabeln und einer möglichst kompakten Frequenzweiche, die hier mit Kabelbindern fixiert und die Kontakte über Lüsterklemmen auf Abstand gehalten werden.



Die mechanische Verankerung gelingt über einen zweckentfremdeten Fahrrad-Spanngurt. Dieser wird mittels Kalbelbindern und einer am Stecker eingefrästen Rille gehalten. Oben im Gehäuse befindet sich ein Schraubhaken in den das Konstrukt eingehängt ist.

Somit sind auf engstem Raum alle Funktionen vereint.



Etwas Dämmmaterial sorgt für die Absorption des rückwärtigen Schalls. Zwecks größeren Spielraums zum Verschieben musste noch eine Ausweitung gefräst werden. Viel kompakter hätte man es kaum bauen können.



Mit etwas Kraft lässt sich der Stecker nun aus dem Gehäuse ziehen und in die Buchse im unteren Gehäuse befestigen und dann zieht das Gummiseil das Hochton- nach unten auf das Tieftongehäuse. Je nach Bedarf kann der Hochtöner nun eingewickelt oder vor und zurück geschoben werden.



Am Ende sind alle Änderungen an Funktionalität und Ästhetik erfüllt.



Es folgt das dritte Kapitel - die Frequenzweichenabstimmung.

So, wie momentan aufgebaut, habe ich die Weiche nur nach Gehör und anhand von Vorlagen einiger Klang und Ton Zeitschriften erstellt. Doch zu Weihnachten habe ich mir ein Messsytem von Clio zugelegt und bin nun in der Lage auch elektronisch zu analysieren.



Dazu fehlen noch ein paar viele Bauteile, die ich beim Weichenbauteilehändler des Vertrauens, Herrn Tschentscher, angefragt habe.

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