Rullit oder Opus 99
- Christoph Tschaar

- vor 3 Stunden
- 2 Min. Lesezeit
Das hier ist etwas Besonderes.

Tatsächlich kröne ich das erste Hundert an Lautsprechern und Lautsprechergehäusen mit einem Chassis, das extremer nicht sein könnte. Das Rullit-Chassis ist ein Schallwandler mit einer sehr leichten, handgefertigten Papiermembran, einer Ledersicke und einem Telefunken-Korb aus den 1930er-Jahren. Fremderregt versteht sich.

Nach Hifi-Maßstäben darf man so etwas nicht Beurteilen, den das Rullit-Chassis macht einfach nur schön Musik!
Das passende Furnier zu finden dauerte etwas. Ein Tineo mit sehr wilder Maserung war perfekt.

Bis das finale Arrangement gefunden war, waren acht Iterationen nötig. Ebenso lange dauerte das Fügen des doch recht welligen Furniers.
Das Gehäuse ist in einem dunklen Braun gehalten, das zur Maserung des Furniers passt. Der Austausch mit den Kunden erfolgt dabei stets direkt, wobei ab und zu auch Muster zugesendet werden.
Das nach hinten offene Gehäuse ist mit einem wunderschönen Dedar-Bespannstoff versehen. Auch hier wurde wieder viel Wert auf die Details gelegt.
Das aus 18 mm starker Seekiefer gefertigte Gehäuse verfügt unten über eine Anschlussplatte, die die Kabellage strukturiert.
Als krönenden Abschluss haben wir eine 5 mm starke Messingplatte mit dem Rullit-Logo gravieren lassen. Nach ersten Tests, einigen Anpassungen, einer speziellen Oberflächenbehandlung und der Prüfung vieler möglicher Arrangements hat das wunderschöne Emblem seinen Platz direkt unter dem Schallwandler gefunden.

Insgesamt ist es ein sehr schönes Gehäuse, zu dem es auch eine alternative Befestigung gibt, sodass die Schallwand frei im Raum stehen kann. Schließlich reagiert das Chassis sehr empfindlich auf seine Umgebung.
Nun liegt die finale Arbeit beim Kunden, der das Gehäuse zusammen mit dem Chassis feinabstimmen muss.

Der Klang ist wie ein Bild von Canaletto. Die Klangfarben sind wunderschön, und die Details, denen man ewig nachgehen möchte, sind fantastisch.
Vielen Dank für den Auftrag als krönenden Abschluss meiner ersten hundert Werke.













































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