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You Build It, You Own It #3 Die Abstimmung

Aktualisiert: 6. Juni

Das Auto voll mit Lautsprechermaterial und auf zum Tüddelfest. Nach 600 km die Begrüßung mit einem Glas Whisky. Ich hätte nie gedacht, dass da noch so viel Produktives bei rum kommt.



Dreh- und Angelpunkt der Tüddelfest-Veranstaltung sind Kay und Olli. Das Ganze ähnlich zum Frickelfest. Viel Musik, tolle Leute und geballtes Hifi-Wissen. Mit einer gewissen Vorahnung hatte ich das You Build It You Own It-Projekt zu der Reife gebracht es in Schwelm im Vereinsheim aufbauen zu können.


Sogar die Chassis hatte ich zuvor eingespielt. Das hatte ich zumindest gedacht.



So richtige Freude wollte dann beim ersten Hören nicht aufkommen. Zu wenig Bass und etwas störte im Hochton.

Mit einem Brotmesser haben wir erst ein wenig, später mehr, der etwas gut gemeinten Dämmung entfernt. Schon besser.



Dann kam Olli und hat mit seinem JBL-Back Loaded Horn gezeigt, wo in Sachen Dynamik der Hammer hängt. Neben dem unglaublichen Wissen über JBL, hatte Olli auch ein Herz für mein Projekt und meinte da passt was mit der Frequenzweiche nicht.

Da wollte ich eigentlich gar nicht ran, weil die ja im Original von JBL entwickelt und mit dem Koaxial-Chassis kam. Aber mit den passenden Elektrolyten bekommt man sowas auch in der Nacht geregelt.



Das bekommen wir hin, sagte der JBL-Papst zu mir und ich sollte einfach die Chassis-Kontakte nach außen führen. Dann flink vor die Türe, Olli hatte sein Messeqipment auf dem Schoß und wir haben den Lautsprecher ohne Weiche vermessen.

Eine dreiviertel Stunde später hatte Olli, nachdem er alles in sein Simulationprogramm geladen hatte, ein Weiche entwickelt. Die Werte, besonders das Abstrahlungsverhalten, sahen toll aus.




Bau die mal auf, das müsste funktionieren, meinte er. So sah der im Fachjargon "Igel" genannte Prototyp dann aus.



Und tatsächlich ging das schon ganz gut. Zum Glück hatte ich genug Bauteile dabei und so habe ich den Prototyp in Stereo hinbekommen.



Nach und nach wurden die JBL 328 immer besser. Zum einen funktionierte Ollis Weiche wirklich gut und zum Anderen mussten die Chassis weiter eingespielt werden. Auch eine Monitor#Eins wird nach über 100 Stunden immer besser und besser.


Zu guter Letzt habe ich noch an der Bassreflexabstimmung gefeilt. Durch den variablen Kanal ist die Abstimmung zwar flexibel, aber der Tiefton, klang mit weniger Volumen exakter.



Mit meiner Volumenreduktion mittels Milchpackungen bin ich wieder ziemlich nah an dem von JBL empfohlenen Kubikfuß angekommen. Des Weiteren habe ich noch den Parallelwiderstand, wie von Olli empfohlen, in der Weiche angepasst und den Hochtöner um 2 Dezibel lauter gemacht.


Ich hätte nicht gedacht, dass sich das Projekt so entwickelt und über lange Zeit zu Perfektion gelangt.


Der Klang ist definitiv eine Klasse für sich und funktioniert unheimlich gut an Single-Ended-Röhrenverstärkern, aber dazu im nächsten You Build It, You Own It-Beitrag.


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