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>>Geschmackssache<< sagte der Affe, ...

... als er in die Seife biss.

Die Fehlersuche bei den kürzlich fertiggestellten Makakos (DeVore OrangUtan Klon) hat mich auch beinahe in die Seife beißen lassen.



Eigentlich wollte ich den kürzlich fertiggestellten Lautsprechern nur ein bisschen auf die Sprünge helfen und dann ist es in eine wochenendliche Messorgie ausgeartet. Doch Stück für Stück.


Ein Interessent, der kürzlich den Lautsprecher probegehört hatte, hat ihn nochmal mit der originalen OrangUtan 96 von Devore verglichen und festgestellt, dass der Mittelton deutlich dynamischer ist. Da der Tiefmitteltöner ohne Frequenzweiche spielt, sind die Maßnahmen zur Klangbeeinflussung überschaubar. Aus einem Analysebericht ist mir bekannt, dass das originale Chassis dem Seas A26 sehr ähnlich ist, aber über einen größeren Magneten verfügt. Also habe ich nach einem passenden Kompensations-Magneten gesucht.


Dieser wird so befestigt, dass er sich zunächst abstößt und erst kurz vor der Berührung hält. Ein schneller AB-Vergleich hat eine hörbare Verbesserung gebracht. Jetzt wollte ich es genau wissen und das Elend nahm seinen lauf. Die erste Messung offenbarte zwei komplett unterschiedliche Frequenzgänge.


Natürlich habe ich zuerst an mir und dem sehr komplexen Aufbau der Frenquenzweiche gezweifelt. Nach langem hin- und her-messen, hatte der eine Morel-Hochtöner einen viel höheren Widerstand - 14 statt 6 Ohm. Eventuell ein OEM-Model?



Dementsprechend war er auch etwas leiser. Also einen neuen bestellt und siehe da - der passt. Aber nicht ins Loch! Plötzlich andere Anschlussfahnen und die Drähtchen frontseitig sind auch leicht verdreht. Was ist da los in Israel bei Fa. Morel?



Die Weiche war in Ordnung und so habe ich ersteinmal den Effekt des Magneten gemessen:



Im Superhochton zwischen zehn und 20 Kilohertz sind auch noch die Artefakte des neuen Hochtöners zu sehen.



Schön zu sehen wie der Tiefmittelton etwas zulegt. Aber die Senke um drei Kiloherz bleibt. 1,2 dB mehr, das sind immerhin 29% mehr Schallleistung pro elektrischem Watt. Die Makako spielt ein wenig leiser als die Monitor#Eins. Auch deckt sich das mit den Messungen von im Mittel etwas über 90dB/Wm (2,83 V). Die originale O96 von DeVore soll ja 96 dB/Wm haben und das bei 10 Ohm Impedanz. So zumindest die Broschüre. Eine stichhaltige Messung konnte ich nicht finden.


Dann hat meine Makako ja noch die Option mit zwei verschiedenen Frequenzweichen zu spielen. Der Unterschied sei hier mal messtechnisch dargestellt.



Der blaue Graph stellt den Frequenzgang mit einfacher Weiche dar. Sprich, der Tiefmitteltöner läuft durch und der Hochtöner wird minimal eingebremst. Die zweite Weiche in grün ist deutlich komplexer und sorgt für einen sehr ausgewogenen Schalldruckverlauf.


Doch zunächst habe ich erst einmal den Magneten ordentlich mit Epoxy-Klebstoff befestig und alles wieder zusammengebaut.



Und bevor ich doch noch in die Seife beiße, höre ich nun auf mit der Messerei und widme mich wieder dem Holz und seinen Eigenheiten.


Ein kleiner Nachtrag zum Klang. Ja so langsam kommt der Affe hinterm Ofen hervor und entwickelt Attacke im Mittelton. Mir persönlich gefällt die einfache Frequenzweiche mit dem nicht so linearen Verlauf besser. Der Klang löst sich von den Lautsprechern und es spielt selbstverständlicher. In der lineareren Abstimmung wirkt es zwar richtiger, aber dafür etwas gezügelt. Geschmackssache halt!





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