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DeVore OrangUtan Klon

Kopieren ehrt den Erfinder und somit mache ich es offiziell. Hier geht es um eine Makako, einen Nachbau der OrangUtan 96 von DeVore.



Anlass diesen Lautsprecher zu bauen, war weniger die stetig wachsende Begeisterung auf YouTube für die DeVore O 96 als der Kunde am Teutoburger Wald, für den ich das letzte Paar Gehäuse gebaut hatte.



Von diesem Bau waren noch zwei Fronten übrig und schon kurz nach dem Abliefern der Gehäuse hatte der Kunde seinen OrangUtan Klon fertig und meinte, ich müsse mir diesen Lautsprecher unbedingt bauen. Ein Klang, der begeistert.



Also habe ich mir die passenden Chassis von Seas und Morel samt Frequenzweichenbauteilen besorgt und erst einmal nicht angefangen. Hintergrund waren die vielen Monitor#Eins.


Es handelt sich übrigens um die MAKAKO - einen Klon der OrangUtan 96, zu dem ich vom ersten Kunden neben den Gehäusemaßen auch eine, besser gesagt zwei, Weichenempfehlungen bekommen habe. Neben diesem gibt es noch weitere Klone wie die FantOrang oder den von Herrn Langenbruch, doch dazu später mehr.



Der geplante Besuch eines Interessenten von weit her hat schlussendlich für ausreichend Motivation gesorgt und der Aufbau der Gehäuse nahm an Fahrt auf.



Die Ständer sind aus Eschenholz, weil ich gerade passendes Material übrig hatte. Und obwohl der Fertigungsaufwand überschaubar ist, macht das Fügen Spaß und geht schnell von der Hand.



Für den Preis der Ständer im Orginal bekommt man aus meiner Werkstatt übrigens ein komplettes Paar Lautsprechergehäuse samt Hochglanzfront und Ständer! Es soll ja Leute geben, die dem DIY

-Gedanken dem Orginal-Markenlogo den Vorzug geben.


Die Oberflächenbehandlung erfolgte erst mit Beize und anschließend mit Öl. Während das erste ein wirklich stressiger Akt ist, um keine Ränder und Absätze zu erzeugen, so war das Ölen entspannt.



Herr Gerd Langenbruch hatte mir Rubio Monocoat empfohlen und das funktioniert tatsächlich hervorangend. Ebenfalls hervoragend ist die Analyse der orginalen DeVore OrangUtan 93, welche Herr Langebruch durchgeführt hat. Daraus hat er sogar eine Weiterentwicklung hervorgebracht, die aus meiner Sicht unglaublich gut sein muss. Leider konnte ich Sie noch nicht hören, aber wer weiß, eventuell intensiviert sich ja die Zusammenarbeit in Zukunft.


Zurück zum Unterbau. Der ist nun Schwarz und hat hochwertige Füße aus Kaschmir bekommen. Wie schon beim You Build It You Own It-Prototyp ist das, im Vergleich zu Filz, die hochwertigere und schickere Lösung.



Das Bauen der Frequenzweiche war noch ein Kapitel für sich. Da ich gerne mit Lautsprechern experimentiere, sollten beide Weichenempfehlungen im Lautsprecher verbaut und möglichst einfach umzuschalten sein.



Hierfür sind vier Schalter auf der Rückseite angebracht. Die Verdrahtung und Verschaltung war alles andere als trivial, zumal in einem Falle der Hochtöner verpolt ist. Aber es funktioniert hervorragend.



Auch das Bassreflexrohr kann in der Länge verändert werden, was im jeden Falle eine gute Idee ist, sobald man im Raum mit stehenden Wellen zu kämpfen hat.


Am Ende folgt das Verbinden von Front und Rückwand und das Vorbohren und Einsetzen der Chassis.



Natürlich dürfen auch die Knetkugeln zwischen Gehäuse und Ständer nicht fehlen. Denn wenn man einem Hifi-Bericht glauben schenken mag, machen diese die OrangUtan erst zu DEM Lautsprecher.



Jetzt dürfen sie sich einspielen. Natürlich habe ich auch schon mal rein gehört und auch verglichen. Nicht nur ich und mein erster DeVore Kunde, sondern auch der Interessent sind sehr angetan.



Ein wirklich guter Lautsprecher. Und ganz anders als die Monitor#Eins legt er weniger Wert auf Mittelton als mehr auf ein entspanntes Gesamt-Klangbild.


Wer nun Lust bekommen hat auch selbst Hand anzulegen und sich seinen OrangUtan Klon zu bauen, ist herzlich willkommen. Ich unterstütze gern beim Gehäusebau und mit meinem Wissen zu diesem Lautsprecher.


In diesem Sinne: lassen Sie die Affen tanzen!




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